Pi PhoenixIn Entwicklung

Fragen & Hintergründe

Warum Phoenix?
Und wie funktioniert’s?

Warum der Name Pi Phoenix?

Als ich mit OpenClaw angefangen habe, brauchte ich immer wieder einen Agenten, der meine OpenClaw-Instanzen repariert, wenn ein Update mal wieder fehlgeschlagen war. Diesen Agenten habe ich damals Phoenix getauft.

Aus diesem Anwendungsfall ist Pi Phoenix entstanden. Ich wollte meinen Agenten vom Smartphone aus auf meinen Maschinen erreichen können, ohne dafür erst Tailscale oder SSH einrichten zu müssen. Der Name Phoenix ist geblieben.

Wie genau funktioniert Pi Phoenix?

Im Kern kombiniert Pi Phoenix zwei Projekte: pi-durable für die Agenten und iroh für die Verbindung zu deinen Maschinen. Dazu kommen native Apps für iOS, macOS und Android. iPhone und Mac unterstützen bereits Sessions und Chat; Android bietet bisher Kopplung, Wiederverbinden und Ping.

Deine Geräte
iPhoneMac
Optionaler iCloud-SyncInstances & Schlüsselbund-Zugriff
AndroidSeparat koppeln · ohne iCloud
iPhone & Mac: Sessions und Chat
Android: Kopplung und Ping
irohEnde-zu-Ende verschlüsseltDirekt Peer-to-PeerWenn das Netzwerk es erlaubt
Alternativer Verbindungswegiroh-RelayLeitet verschlüsselte Daten weiter
Deine MaschinePhoenix Instance
pi-durableAgent & gespeicherte SessionsVerarbeitungsstand nach einem Crash wieder aufnehmen
Eigene Tools & Skills
Die Apps verbinden sich mit deiner Phoenix Instance. Dort läuft der Agent. iCloud synchronisiert optional den Zugriff zwischen deinen Apple-Geräten und gehört nicht zum Verbindungsweg zur Instance. Dein KI-Modell wählst du über die Pi-Konfiguration.

pi-durable ist die Pi-Grundlage für dauerhaft gespeicherte Agenten-Sessions. Sie speichert neben dem Gespräch auch den Verarbeitungsstand. Nach einem Crash kann die Instance beim Neustart offene Arbeit vom gespeicherten Stand aus wieder aufnehmen. Unterbrochene Datei- und Shell-Tools werden in Pi Phoenix dabei nicht automatisch erneut ausgeführt.

Die Pi-Grundlage lässt sich mit eigenen Tools und Skills anpassen. Als Entwickler kannst du darauf aufbauen und die Agenten für deine eigenen Aufgaben und Abläufe erweitern.

Für die Verbindung habe ich iroh gewählt. Damit musst du weder Tailscale noch einen Reverse-Proxy oder einen Cloudflare-Tunnel einrichten. Dein Smartphone und deine Maschine kommunizieren verschlüsselt Peer-to-Peer, wenn möglich direkt. Falls das Netzwerk keine direkte Verbindung zulässt, kann iroh auf ein Relay ausweichen. Einen eigenen Cloud-Server für Pi Phoenix brauchst du dafür nicht.

Wenn du iCloud verwendest, synchronisieren iPhone und Mac die gespeicherten Instances und ihre Zugriffsberechtigungen über iCloud und den iCloud-Schlüsselbund. Ein weiteres Apple-Gerät mit demselben Apple-Account kann dadurch ohne neuen Kopplungscode zugreifen, sobald beides synchronisiert ist. Android nimmt an diesem iCloud-Sync nicht teil und wird separat gekoppelt.

Wofür ist Pi Phoenix gedacht?

Pi Phoenix verbindet dein Smartphone mit einer Phoenix Instance auf deiner eigenen Maschine. Dort laufen deine Agenten und bleiben deine Sessions gespeichert. Du kannst unterwegs auf sie zugreifen, etwa um einen Agenten bei der Reparatur einer fehlgeschlagenen OpenClaw-Aktualisierung einzusetzen.

Der Reparatur-Agent war der Ausgangspunkt. Welche Aufgaben dein Agent übernehmen kann, hängt von seinen Werkzeugen, Zugriffsrechten und deiner Konfiguration auf der Maschine ab.

Brauche ich Tailscale oder SSH?

Für die Kopplung und die Verbindung mit Pi Phoenix brauchst du weder ein eingerichtetes Tailscale-Netz noch einen SSH-Zugang. Du startest deine Phoenix Instance, erzeugst einen Kopplungscode und fügst ihn in der App ein. Danach kennt deine Instance das freigegebene Gerät und lässt es erneut verbinden.

Die verschlüsselte Kommunikation übernimmt iroh. Die Einrichtung der Instance und deiner Modellzugänge auf der Maschine bleibt erforderlich.

Heißt Peer-to-Peer wirklich ohne Cloud?

Für deine Agenten-Sessions musst du keinen zentralen Pi-Phoenix-Server in der Cloud betreiben. Dein Smartphone verbindet sich mit deiner eigenen Phoenix Instance. Wenn das Netzwerk es erlaubt, kommunizieren die Geräte direkt miteinander.

Für Verbindungsaufbau und Relay-Fallback nutzt Pi Phoenix die iroh-Infrastruktur. Kommt keine direkte Verbindung zustande, kann ein Relay die verschlüsselten Daten weiterleiten. Peer-to-Peer bedeutet hier deshalb nicht, dass jede Verbindung vollständig ohne externe Infrastruktur auskommt.

Wo läuft das KI-Modell?

Die Agenten-Session läuft auf deiner Maschine. Welches Modell sie verwendet und ob dafür ein externer Anbieter angefragt wird, bestimmt deine lokale Pi-Konfiguration. Eine Verbindung zur eigenen Instance bedeutet also nicht automatisch, dass auch das Modell lokal rechnet.

Wie kann ich es ausprobieren?

Pi Phoenix ist in Entwicklung. Die Anleitung im Repository beschreibt, wie du eine Instance startest und die nativen Apps selbst baust. iPhone und Mac bieten Sessions und Chat; Android unterstützt bisher Kopplung, Wiederverbinden und Ping.

Pi Phoenix einrichten